Interview

Die Frau die sich traut

Wie der Vorstand eines Clubs, wechselt auch die Leitung eines jeden KidsCamps in jedem Jahr. Eine große Verantwortung! Gemeinsam mit einigen Rotaractern hat Annabelle Engel das diesjährige KidsCamp im Distrikt 1890 organisiert. Sie ist 22, seit drei Jahren Rotaracterin in Kiel und war von Anfang an vom KidsCamp-Fieber infiziert. Der Rotaract NEWS verrät sie, warum das KidsCamp ein fester Termin in ihrem Kalender ist.

Von Phillip Franke | RAC Hamburg-City

Annabelle Engel
RAC Kiel

Was war für dich zuerst da, KidsCamp oder Rotaract?

(schmunzelt) Rotaract. Über den E-Mail-Verteiler habe ich vom KidsCamp gehört. Ich war zuvor im Interact Club und hatte viel Kontakt zu den Rotaractern. Wir haben viele kleine Hands-on Projekte gemacht, unter anderem ein Projekt mit einem Kindergarten und da die Leute so cool waren bin ich gleich dabei geblieben. Beim KidsCamp wollte ich schon ein Jahr früher dabei sein, allerdings gab es in dem Jahr bereits genügend Helfer. Daher habe ich mir den Termin für das folgende Jahr fest in meinen Kalender eingetragen.

Erzähl uns von deinem ersten KidsCamp

In meinem ersten Jahr war ich Zeltbetreuer. Man lernt jedes Kind einzeln kennen und versteht was das Camp für die Kinder bedeutet. Vergessen werde ich nie, wie die Kinder einem ans Herz wachsen und wie sie dann zu einem kommen wenn sie Heimweh haben. Als Zeltbetreuer nimmt man, wie die Kinder, am ganzen Programm teil und dadurch auch die kleine Dinge wahr. Beispielsweise wie sich Freundschaften während des Camps entwickeln oder auch Konflikte. Auf dem Helferwochenende habe ich zuvor an einem Konfliktworkshop teilgenommen, der mich sehr gut auf die Arbeit vorbereitet hat. Hinzu kamen die erfahrenen Ansprechpartner vor Ort, die bei Fragen zur Seite standen.

2017 Orgaleitung – ist das nicht ganz schön viel Verantwortung? Wie bereitet man sich auf sowas vor?

(lacht) Am besten mit ganz vielen Gesprächen mit den ehemaligen KidsCamp Leitern.
In meinem zweiten Jahr war ich für die Betreuung der Helfer zuständig, das war sicherlich von Vorteil. Ich habe mir als erstes einen detaillierten Überblick verschafft was die Aufgaben der anderen sind. Außerdem braucht es ganz viel Motivation nicht nur für einen selbst sondern für das ganze Orgateam. Die Verantwortung habe ich gespürt an dem Punkt wo ich die ersten Schritte in die Wege geleitet habe, und mit dafür zu sorgen hatte, das wir am Ende 30 Helfer und 50 Kinder zusammenbekommen.

Was meinst du, wird oder ist man Orgamensch?

Es kommt auf die Persönlichkeit an. Einige besitzen einfach das Talent und andere wachsen da rein und brauchen Anleitung. Lernen tun wir alle, jeden Tag.

Wie wichtig ist das Team?

Wenn alles gut läuft, kann man sich voll und ganz auf sein Team verlassen und darauf vertrauen das jeder seine Aufgabe erfüllt. Wenn es Probleme gibt, ist es die Aufgabe jedes einzelnen das zu kommunizieren. Mir war es wichtig, das Team bei Laune zu halten und es zu motivieren. Dazu gehört auch, den Leuten das Gefühl zu geben, dass sie ihr Ding machen können und sie nicht ständig zu kontrollieren.

Wie findet man gute Nachfolger?

Das ist gar nicht so einfach und mit viel Zeitaufwand verbunden. Ich beobachte viel und spreche jeden einzeln an. Einige die ich in Betracht gezogen habe schreckt die Zeit ab, die man investiert. Gleichzeitig unterschätzten die meisten, was einem die Arbeit zurückgibt.

Was würdest du jemanden sagen der noch nie bei einem KidsCamp war?

(lacht) Schau es dir an! Mach’s mit! Das KidsCamp ist ein Projekt was sich in jeder Weise zu unterstützen lohnt. Ich würde am liebsten jedem die Begeisterung weitergeben. Man kann natürlich niemanden dazu drängen aber jedem empfehlen es mal ausprobieren.