Rotary E-Club Bavaria International

Ton? Läuft. Kamera? Läuft. And Action!

Rotaract. Das steht für Rotary in Action. Dass Rotaractern und Rotariern aber tatsächlich mal „Action!“ zugerufen wird, passiert eher selten. In München war das im April der Fall: Einige Rotarier und Rotaracter haben sich zu professionellen Dreharbeiten für einen Promoclip zum Film „Solange ich atme“ getroff en. Ihr Ziel? Sie wollen auf „End Polio Now“ aufmerksam machen!

Von Anna Feininger und Felix Heintz | NEWS Redaktion und Ehrenmitglied RAC Mainz

Bildunterschrift – Foto Lucas Jacob

Fangen wir von vorne an: Wie sind wir überhaupt dazu gekommen, eine Social-Media-Kampagne zu drehen, was hat das mit „End Polio Now“ zu tun, und was kommt dabei heraus, wenn viele kreative Köpfe sich einem Projekt verschreiben? Der Film „Solange ich atme“ basiert auf der wahren Geschichte von Robin und Diana Cavendish. Robin erhält im Alter von 28 Jahren die Diagnose, er sei an Polio erkrankt und habe nur noch wenige Monate zu leben. Die Zeit, die ihm bleibt, scheint er in einer Spezialklinik verbringen zu müssen, da er schon bald nicht mehr eigenständig atmen kann. Unwillig, diesen Schicksalsschlag kampflos hinzunehmen, werden Robin und seine Frau Diana (u.a. bekannt aus der Netflix-Serie „The Crown“) gemeinsam mit ihren unermüdlich engagierten Freunden und der Familie bald schon ganz neue Möglichkeiten für das Leben von Polio-Patienten entdecken. Sie sollen ihr Schicksal nachhaltig verändern.

Die Idee, parallel zum Filmstart auch eine Social-Media-Kampagne durchzuführen und dafür einen professionellen Promoclip zu erstellen, hatten die ehemaligen Rotaracter Bettina Redl, Felix Heintz (beide inzwischen beim Rotary E-Club Bavaria International) und Florian Gottschall (Rotary E-Club Berlin Global). Da der Bruder von Florian eine eigene Produktionsfirma in München hat, konnte hier schnell ein kompetenter Partner gefunden werden, der uns zudem kostenlos bei den Dreharbeiten unterstützte.

Klar: Eine gute Aktion braucht starke Helfer! Bevor wir mit den Dreharbeiten beginnen konnten, mussten Mitglieder der rotarischen Familie gefunden werden. Den Ideengebern war es dabei wichtig, dass Mitglieder unterschiedlichen Alters und Geschlechts im Video zu sehen sind. Da die Aufnahmen in München stattfanden, suchten wir insbesondere im Umkreis von München nach geeigneten Mitgliedern. Der Kontakt zum amtierenden Governor 1842 war schnell hergestellt, und innerhalb einer Woche haben wir zwölf Teilnehmer aus den Kreisen von Rotary und Rotar act gefunden, die sich bereit erklärten, vor die Kamera zu treten und uns in unserem Vorhaben zu unterstützen. Auch Thomas Meier-Vehring reiste für die Dreharbeiten extra aus Kamen nach München. Er ist der Rotary Public Image Coordinator für Deutschland und hatte überhaupt die Idee, eine Aktion zum Filmstart von „Solange ich atme“ durchzuführen. Dass er sich binnen kürzester Zeit in einem Aufnahmestudio wiederfinden würde, hätte er sicher selbst nicht geahnt.

An einem eigentlich recht unscheinbaren Donnerstagnachmittag gingen um 16 Uhr die Dreharbeiten los. Bevor jeder von uns einzeln vor die Kamera kam, ging es erst mal in die Maske, die extra von der Produktionsfirma für die Dreharbeiten engagiert wurde. Für viele von uns eine komplett neue Erfahrung! Es war schön, am Ende der Dreharbeiten zu erfahren, dass die Maskenbildnerin kein Geld für diese Arbeit verlangt hat, da sie sehr von unserem Engagement angetan war. Eine Geste, die deutlich zeigt: Die rotarische Familie macht den Unterschied, begeistert mit ihren Ideen und schafft es auch, nach außen zu begeistern. Auch die Dreharbeiten und der Schnitt seitens der Produktionsfirma „The Terminal“ wurden uns kostenlos zur Verfügung gestellt.

Aus der Maske kommend, erhielt jeder ein paar Sätze zum Sprechen, um so sicherzustellen, dass zumindest die grobe Richtung dessen, was „On Air“ gesagt wird, ähnlich ist. Angereichert mit persönlichen Erinnerungen an „End Polio Now“ und dem, was die rotarische Familie durch diese weltweite Kampagne bereits erreicht hat, ging es dann für jeden Einzelnen von uns vor die Kamera. Während der Filmaufnahmen zum Promoclip beschrieben dann Rotaracter und Rotarier in Einzelaufnahmen die in der rotarischen Welt bekannte Kampagne und erläuterten ihre Sicht auf die weltweit seit Jahren bekannte Aktion und machten Werbung für einen Kinobesuch des Films „Solange ich atme“ (übrigens ab dem 19. April bundesweit zu sehen, falls ihr mit eurem Club oder mit Freunden und Familie einen Ausflug planen möchtet). Gleichzeitig werben sie dafür, via SMS zu spenden. Seit Mitte April ist der Clip inzwischen fertig geschnitten und produziert – ihr findet ihn auf den unterschiedlichen Social-Media-Kanälen von Rotaract und Rotary.

Unser Fazit? Die Dreharbeiten haben richtig viel Spaß gemacht! Besonders, weil sich eben nicht nur Mitglieder eines Rotary oder Rotaract Clubs für eine gute gemeinsame Sache zusammengefunden haben. Wer nun meint, die größte Herausforderung hätte mit den Momenten vor der Kamera zu tun, irrt. Tatsächlich haben wir nur etwa vier Stunden lang gedreht! Das Schwierigste an diesem durchaus ungewöhnlichen Projekt war es, in sehr kurzer Zeit eine Gruppe rotarischer Mitglieder unterschiedlichen Alters und Geschlechts zu finden, um all die verschiedenen Facetten, die die rotarische Familie nun mal zu bieten hat, darzustellen und das Projekt zu repräsentieren.

Am Ende des Tages haben wir mit diesem Projekt nicht nur die Säule „Helfen“ bedient, sondern ganz klar auch eine Menge gelernt! Zum Beispiel hat der Produzent uns nach den Dreharbeiten und der gemeinsamen Pizza viel über seine Arbeit erzählt, wir konnten einige seiner Werke in seinem eigenen Kino sehen und haben viele tolle Einblicke von vor und hinter der Kamera gewinnen können.