Berlin

Ich habe zwei Herzen: Eins für Rotaract und eins für Rotary

“The first photo of us not at a Rotary event in about 5 years” steht unter einem Facebook-Foto von Brittany Arthur und ihrem Freund Clemens – einem Rotarier. Brittany steht mit beiden Beinen im Leben: Sie ist Australierin, lebt in Berlin und ist beruflich regelmäßig in Japan als Business Development Coach unterwegs. Und eine Sache begleitet sie auf all ihren Wegen: Rotary.

Von Laura Rupenow | Redaktion

Brittany auf der Rotary International Convention in Toronto – Foto Rotary International

Fangen wir mit der klassischsten Frage an: Wie kam es denn dazu, dass Du Teil von Rotary (bzw. Rotaract) wurdest?
Ich saß in der High School in Australien neben einer Rotary Youth Exchange Studentin. Eines Tages fragte sie mich, ob ich mit ihr am Rotary-Mittagessen teilnehmen wolle. Ich habe bei diesem Treffen mehr gelernt als an diesem Tag in der Schule und habe sie gebeten, mich noch einmal einzuladen.

Inzwischen, viele Jahre später, bist Du Mitglied sowohl bei Rotaract als auch bei Rotary. Wie hat Dir das für Dein persönliches Business geholfen?
Rotary hat mir geholfen neue Beziehungen mit Menschen aus verschiedenen Bereichen zu knüpfen. Bei Rotary wie auch im Geschäftsleben, haben alle unterschiedliche Hintergründe und die Fähigkeit, neue Beziehungen zu schaffen, ist in jedem Geschäft wichtig.

Obwohl Du auch Rotarierin bist, bist Du weiterhin aktiv im RAC Berlin. Zu wie viel Prozent bist Du Rotaracterin und zu wie viel Prozent Rotarierin?
Ich habe zwei Herzen. Eins, 100% für Rotaract und eins, 100% für Rotary.

Was beeindruckt dich besonders bei Rotary und Rotaract?
Wir sind nur einen Anruf von 1,2 Millionen Freunden entfernt, die bereit sind zu helfen.

Gemeinsame Projekte zwischen Rotaract und Rotary sind immer etwas Besonderes. Was war oder ist für Dich das prägendste Projekt, das Rotary und Rotaract gemeinsam durchgeführt haben?
Nachhaltige Projekte bedeuten mir viel und unsere Partnerschaft mit Rotaract und Rotary Club Berlin Gendarmenmarkt mit Casablanca (das Kinderwohnheim Projekt) ist dafür ein Symbol. 15 Jahre nebeneinander arbeiten und lachen.

Toll, dass die Zusammenarbeit bei diesem Projekt so wunderbar funktioniert! Vielerorts gibt es dabei jedoch noch ungenutztes Potenzial. Was denkst Du, in welchen Bereichen oder bei welchen Themen können Rotaract und Rotary mehr oder besser zusammenarbeiten?
Ich würde gerne mehr Co-Creation von Projekten sehen. Anstatt eines Rotaract Clubs oder eines Rotary Clubs, der zum Anderen geht, um ein Projekt zu präsentieren, würde ich gerne sehen, dass dieselben Leute an einen Tisch kommen und zusammen brainstormen.

Nächstes Jahr steht die Rotary International Convention in Hamburg an. Wann warst Du denn das erste Mal auf einer Convention und wie hast Du sie damals erlebt?
Das war 2013 in Lissabon. Deine erste Convention ist immer die beste!

Bei den letzten Conventions standest Du dann direkt auch selbst auf der Bühne. Was war das für ein Gefühl?
Es war die Ehre meines Lebens, mit so vielen Freunden in einem Raum zu sein. Es ist ein merkwürdiges Gleichgewicht zwischen dem Respekt für die Vielfalt und Größe unserer Organisation und der Anerkennung, dass wir eine verbundene Familie sind.

Wow, das klingt wirklich beeindruckend. Wie hat sich Rotary (bzw. Rotaract) insgesamt verändert während deiner aktiven Zeit?
Obwohl wir noch einen langen Weg vor uns haben: die Offenheit für Rotaract hat sich dramatisch verbessert.

Abschließend noch eine Frage: Was ist das Wichtigste, was Dir Rotary und Rotaract gegeben haben?
Rotaract und Rotary haben mir Freundschaften geschenkt, die die Grundlage meines Lebens sind.