Distrikt 1940

Pauline goes India-Individual New Generation Service Exchange

Nicht als Tourist ein Land zu bereisen, sondern Teil einer indischen Familie zu sein, deren Alltag zu leben und zu arbeiten … – diese Idee begeisterte mich! Der Rotary Club Berlin-Gendarmenmarkt ermöglichte mir diese einzigartige Chance. Und so startete ich im Juli in Berlin und landete auf dem Flughafen Vadodara im Bundesstaat Gujarat. Nichts konnte mich auf das, was ich in den nächsten vier Monaten erlebte, vorbereiten. Die ersten Tage war ich sprachlos und fassungslos zugleich fasziniert und überrascht.

Von Pauline Profittlich | ROTEX-Distrikt 1940

Pauline im traditionellen farbenfrohen Outfit – Foto: Pauline Profittlich

Mein Start war schwierig! Anfangs lief es sehr schlecht. Ein versprochenes Praktikum an einer Schule war nicht organisiert, der Gastclub war irgendwie über mein Kommen nicht informiert.. . Am liebsten hätte ich alles hingeschmissen. Doch dann wendete sich das Blatt. Ich begann mein Praktikum in der Little Millennium Vorschule/Tagesbetreuung. Eine private Einrichtung, die 60 Kinder unterrichtet und betreut. Hier verbrachte ich faszinierende und eindrucksvolle vier Monate!
Neben meiner Arbeit gab es natürlich auch Privates. Am Anfang war da nichts. Allein durfte ich das Haus nicht verlassen. Ein indisches Leben am Nachmittag gab es nicht. Ich war verzweifelt, fühlte mich allein. Meinem Hilferuf nach Berlin habe ich es zu verdanken, dass sich privat vieles veränderte. Endlich durfte ich etwas unternehmen. Ich lernte eine indische Familie kennen. Mit ihnen erlebte ich das wahre Leben Indiens. Ich machte auch Bekanntschaft mit den Rotary Austauschschülern. Wir gingen zum Yoga, lernten indische Tänze, genossen das gute Essen, shoppten indische Kleidung.
Zurück in Berlin kann ich sagen, dass ich viel Schönes aber auch viel Unschönes erlebt habe. Ich finde dieses Austauschprogramm auf dem Papier gut. So wie ich es kennengelernt habe, im wirklichen Leben, noch nicht gut genug umgesetzt. Würde ich es weiterempfehlen? „JA“! Mit genügend Mut und vor allem ausreichend Zeit in der Tasche für so ein Abenteuer. Das Programm steht noch in den Kinderschuhen. Das merkt man auch. Aber es wächst mit den Erfahrungen der Teilnehmer. Wer dafür bereit ist – auf geht’s!