RDK

Dildos, Dancing, Diskussionen- Die RDK-Sitzung in Hamburg

Es ist 8:45 Uhr und ich steuere von der U-Bahnstation St. Pauli in Richtung Neanderstraße. Mich erwartet ein wunderschöner Saal – holzvertäfelt, von Kronleuchtern behangen und mit einer Bühne. Hier soll sie also stattfinden, die 3. RDK Sitzung. Skeptische Gedanken fliegen mir durch den Kopf. Was machen „die da oben“ eigentlich das ganze Jahr über?

Von Pascal Fehst | RAC Marburg/Lahn

Feel-Good-Manager meets Erstbesucher – Foto: Ana Mihaleva

Hier wird noch aufgestanden, wenn man was zu sagen hat! – Foto: Ana Mihaleva

Ich betrete den Saal, man lächelt sich zu und setzt sich dann doch zu alten Bekannten. Schon läutet die Glocke, gefolgt von einer gut gelaunten Stimme: „Herein spaziert! Bitte hinsetzen und zuhören! Jetzt geht es los!“ Ich schmunzel. Unsere Vorsitzende erinnert mich an den Kontrolleur beim Autoscooter. Das Folgende überrascht mich jedoch zutiefst. Wer denkt, eine Diskussion im RDK laufe ab, wie die Parteichefwahlen bei der SPD, dem muss ich sagen, weit gefehlt. Denn plötzlich ging ein Ruck durch den Saal. Die Stimmung veränderte sich, denn die neuzubeschließende Satzung der RAC‘s in Deutschland stand auf dem Plan. Ein kleines Pulverfass für Diskussionen, wollte doch jeder die Interessen aller Clubs vertreten. Doch auch die anderen Themen hatten es in sich. So wurden u.a. die zukünftige Vision Rotaracts, der ökologische Fußabdruck und eine Ressorttrennung zur Verbesserung der IT diskutiert. Ich für meinen Teil hätte nach einem Tag RDK-Sitzung schon ohne weiteres schlafen gehen können. Doch wer arbeitet, der muss auch feiern. So wurde im Anschluss an Tag eins die alte Dildo-Fabrik der Stadt erobert und sich der Stress des Tages von der Seele getanzt. Ich habe an diesem Wochenende unglaublich viel gelernt. Vor allem Respekt vor den Leuten, die so viel Kraft und Ausdauer beweisen, um Rotaract jeden Tag ein bisschen voran zu bringen.