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Interact – Unsere Zukunft in Skyblue

Interact

Die Geschichte beginnt im Jahr 1962: In Melbourne, Florida, wird der erste Interact Club gegründet. Fünfeinhalb Jahre, bevor Rotaract das Licht der Welt erblicken wird, ensteht ein Projekt, was heute zu einer der größten Jugendorganisationen der Welt herangewachsen ist. Über 400.000 Interacter von 12 bis 18 Jahren engagieren sich in rund 20.000 Clubs weltweit – das sind Zahlen, auf die Rotaract ein bisschen neidisch sein kann.

Von Niklas Wiskandt | RAC Duisburg – Niederrhein

Gut zwanzig Jahre später erreichte Interact schließlich Deutschland: Der Interact Club Mainz ging 1983 an den Start. Einige weitere Clubs folgten, doch ganz im Gegensatz zu vielen anderen Ländern der Welt, in denen Interact floriert, wurde es hier bei uns nie so groß wie Rotaract.

Aber es tut sich etwas: In den letzten Jahren kamen viele neue Clubs hinzu, sodass derzeit gut dreißig Interact Clubs in fast allen deutschen Distrikten aktiv sind.

Interact teilt sich mit Rotaract das Kult-Motto „Lernen, Helfen, Feiern“. Interacter sind jünger als Rotaracter, gehen noch zur Schule und haben deshalb nicht die gleichen Möglichkeiten wie wir – und doch: Sie treffen sich regelmäßig zum Meeting, sie halten Vorträge, besichtigen Firmen, stellen Kauf-eins-mehr-Aktionen auf die Beine, helfen Kindern in Not, organisieren Charterfeiern und besuchen Interact-Freunde in anderen Ländern.

Sie tun also ziemlich genau das, was auch Rotaract ausmacht.

Deshalb ist es gar nicht verwunderlich, dass viele Interact Clubs eng mit den Rotaract Clubs vor Ort zusammenarbeiten, Projekte unterstützen, und am Ende auch für Nachwuchs sorgen.

Im Club des Autors dieses Artikels ist gerade schon das dritte Jahr in Folge ein ehemaliger Interacter Präsident.
Zufall? Sicherlich nicht.

Foto: Hans Näscher

Mein letztes Jahr als Rotaracter

RAC Augsburg

Diese war relativ kurz, dafür aber ziemlich intensiv.

Ich bin erst Ende 2017 Mitglied im RAC Augsburg geworden, wurde dann direkt im Clubjahr 18/19 zum Schatzmeister und bin nun Präsident und Mitglied im RDK Ressort Finanzen & Versicherung.

Mein letztes Jahr ist alles andere als langweilig: neben dem Club-Alltag hatten wir gerade das RDK zu Gast und planen für 2020 unsere 35-Jahr-Charter.

Leider gibt es einiges, was ich in meiner aktiven Zeit nicht mehr schaffen werde. So war es mir beruflich nie möglich, mir die Zeit für unsere KidsCamps zu nehmen. Auch hätte ich gerne mehr internationale Veranstaltungen besucht.

Wie es nach meiner aktiven Zeit weitergeht, wird sich zeigen. Aber bloß, weil man 30 wird, ist man ja nicht aus der Welt.

Foto: Jan Münch

Mein erstes Jahr als Rotaracter

RAC Kassel

„So viele tolle und offene Leute habe ich in ein paar wenigen Tagen noch nie kennengelernt“. So hat mir ein guter Freund über das KidsCamp berichtet. Seine Erfahrungen und die Lust, auch etwas bewegen zu können, haben mich dazu gebracht, zu einem Meeting zu gehen.

Von Thomas Schuster | RAC Kassel

In einem ersten lockeren Treffen beim Bowling habe ich die Offenherzigkeit kennengelernt.

Ich habe in diesem Jahr viele Freunde gewonnen. Nach den Meetings einen trinken zu gehen, zusammen bei einer KEM-Aktion Lebensmittel für die Tafel zu sammeln oder eine Ledermanufaktur zu besichtigen.

Die Kombination aus Freundschaft, etwas bewegen zu können und spannende neue Einblicke zu gewinnen – das ist es, was Rotaract für mich ausmacht.

Letztlich finde ich es nur schade, dass ich Rotaract nicht viel früher kennengelernt habe.

Fotos: Thomas Schuster, Valeria Wellem

Hindernisse beim KidsCamp…

KidsCamp Distrikt 1870

Noch bevor 60 Kinder das Camp erreichten, gab es die ersten Schäden. Schlag um Schlag prügelte Bene einen Erdnagel nach dem anderen in die Wiese. Resultat: Der Vorschlaghammer überlebte diese Aktion leider nicht! Somit war erst einmal Pause inklusive Kuchen angesagt. Danach stellte sich heraus, dass Mona und Freddy nicht die beste Kombi in der Küche sind, bereits nach 5 min überall Blut, nachdem das Messer Monas Hand streifte. Zu allem Pech war Krankenschwester Carina natürlich noch nicht anwesend. Also musste der noch beladene LKW nach dem Verbandskasten durchsucht werden.

Von Ramona de Groot | RAC Kleve

Die Kinderschäden haben deutlich länger auf sich warten lassen. Der Erlebnisbauernhof samt Streichelzoo, Heulabyrinth und Kettcarbahn bot den Kindern viele Möglichkeiten sich jenseits des Programms zu beschäftigen. Besonders die Kettcars hatten sehr zu leiden, zwei Stück erlitten einen Totalschaden.

Wie jedes Jahr sollte auch die Nachtwanderung ein Highlight werden. Die Route – eigentlich kinderleicht – ging um ein quadratisches Maisfeld herum. Spektakulär wie es trotzdem drei Gruppen geschafft haben sich dabei zu verlaufen. Zum Glück wurden die Ausbüchser schnell wieder eingefangen.

Am nächsten Tag ging es ins Irrland, Europas größte Bauernhof-Erlebnisoase mit über 80 Spiel-, Lern- und Tobe-Attraktionen. Für Betreuer Moritz ist nach der ersten Attraktion schon Endstation im Krankenhaus gewesen. Mit wunderhübschen Krücken haben ihn alle abends freudig empfangen, denn an nach Hause fahren war nicht zu denken. Mit dem Bänderriss hatte er aber noch einige Woche zu kämpfen. Ca. 10 andere Betreuer wurden durch eine Magendarm Epidemie ausgeknockt.

Davon abgesehen war das Camp der absolute Oberhammer!

Foto: Johannes Kirk

Ganz 1830 geht auf Spurensuche

KidsCamp Distrikt 1830

Nachdem der Königin des Gaffenbergs ihr wertvoller Schatz gestohlen wurde, bat sie die Teilnehmer des Zeltlagers um Hilfe. Ausgestattet mit einem Agentenausweis, einer Lupe und einem Spürhund mussten die 70 Kinder und 60 Helfer auf dem Heilbronner Gaffenberg die Ermittlungen aufnehmen.

Von Julius Theodor Schölkopf | RAC Ludwigsburg

Um den Dieb innerhalb von vier Tagen zu finden, mussten die Teilnehmer ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Am Lagerfeuer diskutierten die Zelte ihre Lösungsansätze für die Suche des Diebes.

Um fit für die anstehende Suche zu sein, wurde nicht nur in der Kletterhalle fleißig geklettert, sondern auch mit der American Football Mannschaft der Stuttgarter Scorpions trainiert. Zudem kamen den Kinder unter anderem die Polizei, die Spurensicherung und die Feuerwehr zu Hilfe. Diese eilten schnell herbei und gaben den Kindern wertvolle Tipps auf den Weg mit. Es wurden Fingerabdrücke gesammelt und verglichen, Sprints in schusssicheren Westen mit Helm geübt und verdächtige Helfer ausspioniert.

Die Spurensuche führte die Kinder an verschiedenen Stationen quer über den Zeltplatz und durch den Heilbronner Stadtwald. Es mussten schwierige Rätsel gelöst und die Geschicklichkeit unter Beweis gestellt werden. Eine besondere Herausforderung war die Ermittlung der Koordinaten des Verstecks des Diebes.

Die mutigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des zwölften KidsCamps auf dem Gaffenberg lösten die Herausforderungen hervorragend und der Dieb konnte gefasst werden. Obwohl der Täter kurz vor dem Ende des Camps gefasst werden konnte, waren die Kinder und Helfer traurig über das Ende des Camps. Im Abschiedskreis flossen sowohl bei den Helfern, als auch den Kindern wieder die Tränen.

Foto: Julius Theodor Schölkopf

Erste RDK-Sitzung in Mannheim

Rotaract Deutschland Komitee 2019/20

Anfang August trafen sich über 80 Mitglieder der Ressorts und Distrikte von Rotaract Deutschland zur ersten RDK-Sitzung des rotarischen Jahres 19/20 in Mannheim.

Von Nora Sophie Görzel | RAC Bonn

Da die Rotaracter aus ganz Deutschland anreisten, startete die Gruppe Freitagabend mit einem gemeinsamen Picknick in das Wochenende.

Am nächsten Morgen, nachdem der diesjährige RDK-Vorsitzende Henrik Thiele alle Mitglieder des Rotaract Deutschland Komitee 19/20 begrüßt und seine Agenda vorgestellt hat, begann die eigentliche RDK-Sitzung.
Anschließend trainierte das Ressort Innere Kommunikation das Kommunikationsverhalten der Teilnehmer auf spielerische Weise mit einer Runde “Eins, zwei oder drei”. Dabei sollten gegebenen Situationen aus dem rotaractischen Alltag die korrekten Kommunikationskanäle (z.B. E-Mail, WhatsApp, Telefon etc.) zugeordnet werden.
In einem weiteren Workshop des Ressorts Öffentlichkeitsarbeit ging es um Leitfäden und Kommunikationswerkzeuge, die den Distrikten und Clubs zur Verfügung stehen. Besonders der “Instagram Takeover” soll demnächst vermehrt zum Einsatz kommen.
Im Anschluss an das straffe Programm führte ein Rotaracter das RDK durch seine Wahlheimat zum wohl verdienten Feierabend Bier.

Am Sonntag stand unter anderem Interact auf dem Programm mit Vertiefung auf die Rolle, die Rotaract gegenüber den Clubs einnehmen soll. Darüber hinaus wurden die Arbeitsgruppen fürs kommende Jahr beschlossen und die BuSo 17x Zukunft, welche sich mit den Sustainable Development Goals der Vereinten Nation auseinander setzt, wurde nochmal für alle Teilnehmenden in großer Runde erörtert.

Und damit ging die erste RDK-Sitzung diesen Jahres auch schon zu Ende.

Foto: Julius Theodor Schölkopf

Pfandtastische Glück-in-Dosen-Jacken

RAC Clausthal-Zellerfeld

Anfang Juli fand das siebente Mal das „Glück in Dosen“ auf dem Rockharz Open Air in Ballenstedt statt. Seit 2013 organisiert der RAC Clausthal-Zellerfeld dieses Projekt.

Von Jördis Sophie Krippendorff | RAC Clausthal-Zellerfeld

Mit etwa 50 Helfern auf dem Festival und zusätzlichen 30 am Sonntag konnten zwei vollgepackte LKW mit Einwegpfand gesammelt werden. Dazu kamen noch einige zerquetschte Dosen und viele Säcke mit Mehrwegpfandartikeln.
Das Prinzip ist bewährt: Die Festivalbesucher spenden ihr Pfand und der Club tun damit Gutes. Seit einiger Zeit werden auch Sticker an die Metalfans verteilt, um auf das Projekt aufmerksam zu machen.

Neu in diesem Jahr sind die Helfershirts und Jacken. Die Shirts haben dabei ein neues Design bekommen: Die altbekannte Dose und der Schriftzug wurden um ein Geweih erweitert. Das gibt dem Helfershirt einen rockigeren Look. Zusätzlich wurden den treuen Helfern, die seit mindestens 3 Jahren dabei sind, eine Glück-in-Dosen-Jacke überreicht. Diese wurden finanziell von der Rotarian Metalhead Fellowship unterstützt.

Außerdem ist neu, dass unser Projekt Glück in Dosen sich nicht mehr nur mit dem Best Act 2014 schmücken darf, sondern nun auch mit dem zweiten Platz beim B.E.S.P. 18/19, der Auszeichnung zum Best European Service Project.

Fotos: Jördis Krippendorff, Wiebke Sievers

Gruppenbild der fleißigen Helfer

Was haben die Biene Maja und ein 911er gemeinsam?

RAC Ludwigsburg

Anstatt einen lauen Sommerabend bei einem Glas Bier zu genießen, hat sich der RAC Ludwigsburg mit Freunden der umliegenden Clubs im Juli auf dem Forschungscampus der Universität Stuttgart getroffen. Auf Einladung des Assistant Governors konnten die Rotaracter das Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart besichtigen.

Von Julius Theodor Schölkopf | RAC Ludwigsburg

Im Fokus des Meetings stand der bei seiner Anschaffung 2015 drittschnellste Supercomputer Europas. Der Supercomputer benötigt mehr als 3 Megawatt pro Stunde, was etwa dem Stromverbrauch von 10.000 Haushalten entspricht. Seine Maximalleistung von 7,4 Peta-FLOPs ist nicht nur für die Forschung von großer Bedeutung, sondern auch für die lokale Industrie. So können Forscher die Blutströmungen im menschlichen Körper untersuchen oder neue Automodelle detailliert analysieren. Zudem wurde vor drei Jahren das Rendering für den 3D-Animationsfilm Biene Maja im Rechenzentrum berechnet.

Neben der Führung durch den Serverraum konnten auch Projekte des Rechenzentrums in einer Virtual Reality Cave erlebt werden. Mit Projektoren werden in einem würfel-ähnlichen Raum an die Wände dreidimensionale Objekte projiziert, die dann nach Belieben bewegt, vergrößert oder verändert werden können. Neben der Wärmeumwandlung in Kraftwerken, antiken Stadtsiedlungen oder der Statik von Bauwerken konnten auch Luft- und Temperaturströme um Autos virtuell untersucht werden. Besonders begeistert waren die Mitglieder von der Simulation des neuen Stuttgarter Bahnhofs, den sie hoffentlich bald auch tatsächlich betreten dürfen.

Fotos: Julius Schölkopf

Die Bienenwiese und der frisch gewartete Rasenmäher

Bundessozialaktion 2018/19: BeeAlive.

Am 18. Mai war Weltbienentag! Das haben die Mitglieder des Ressort Soziales immer wieder gesagt. Bei den Rotaractern im Süden kam natürlich der Wunsch auf, an diesem Tag eine große Aktion zu planen. Deshalb gründete der Distrikt 1841 schon vor 6 Monaten das Team für ihre Distrikt-BuSo-Aktion.

Von Jasmin Nimar | RAC Bad Wörishofen-Mindelheim

Bei einem rotarischen Freund aus dem Herzen Warmisrieds, konnten sich die Rotaracter auf insgesamt 2.000 m² austoben. Am Projekttag selbst, kamen insgesamt 25 Menschen zur Hilfe. Das schöne daran: die Helfer waren perfekt gemischt, denn es waren genauso viele rotarische wie rotaractische Freunde dabei. Es wurde gemäht, gefräst, gesät und die Wiese gewälzt, während nebenbei 15 Bienenhotels gebaut wurden. Es lagen Energie und Begeisterung in der Luft.

Nur der frisch gewartete Rasenmäher wurde richtig in die Mangel genommen. Oft scheiterte er an zu hohem Gras und mehrmals brauchte dieser eine Pause. Während dieser Pausen erstarrten alle. Kaum eine Person traute sich zu atmen. Wird er es schaffen? Oder wird der gerade erst dazugewonnenen Gast verloren werden, weil auf seiner ersten Sozialaktion sein Rasenmäher zerlegt wurde? Es sollte gut ausgehen.

Nach sechs Stunden Arbeit konnten sich die Helfer dann zufrieden bei einem Bier zusammensetzen. Die Wiese sah zwar etwas hässlich aus, so braun und ohne Gras aber in ihrer Vorstellung wuchsen schon die Blumen und Kräuter und sie konnten sich das Summen der Bienen auch schon vorstellen.

Fotos: Berna Sepetoglu

Wie stellst du dir unsere Welt im Jahre 2030 vor?

Bundessozialaktion

Das haben sich auch die Vereinten Nationen gefragt. Ihre Antwort sind 17 globale Ziele für die nachhaltige Zukunft unserer Gesellschaft. Nachhaltig? Was bedeutet das eigentlich genau? Warum ist eine “nachhaltige Entwicklung” unserer Gesellschaft so wichtig? Und was können wir – als junge Generation, aber auch konkret als Rotaract Deutschland – dazu beitragen?
Diesen Fragen wollen wir uns mit “17x Zukunft”, der Bundessozialaktion 2019/20, widmen.

Von Laura Rupenow | RAC Greifswald

Im Jahre 2000 wurden nach dem bis dahin größten UN-Gipfeltreffen die Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) formuliert, auf deren Grundlage auch die Arbeit von Rotary und Rotaract fußt. Nach einer Überprüfung der Erfolge im Bereich der nachhaltigen Entwicklung, wurde 2015 eine neue Agenda in diesem Bereich verabschiedet: Die Agenda 2030. Sie enthält unter anderem 17 konkrete Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs = Sustainable Development Goals) unserer Welt.

Der Begriff „Nachhaltigkeit“, der seinen Ursprung in der Forstwirtschaft hat, greift heute viel weiter. Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt eine zukunftsfähige Lebens- und Handlungsweise einer Gesellschaft, bei der Ökonomie, Ökologie und Soziales miteinander im Einklang stehen. Nachhaltig leben, heißt gerecht leben – für alle, auch die Generationen von morgen.

Wir sind der Meinung, dass es in unserer Verantwortung als Rotaract Deutschland liegt, zur Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele beizutragen und darüber aufzuklären. Die Kernaktion der BuSo wird der „SDG-Run“ sein, ein Spendenlauf mit und für die SDGs. Für weitere Infos, schaut in unseren Leitfaden!

Foto: Julius Schölkopf